Kurzes update.

Wie entspannend Ferien sind, merkt man erst, wenn sie vorbei sind ;-)

Die ersten Wochen nach den großen Ferien sind bekanntermaßen immer besonders aufregend: Es gibt neue Stundenpläne, viele Termine, Freundschaften müssen wieder aufgenommen werden, neue Lehrer und Erzieher “verkraftet” werden…

  • die große Tochter hat viermal sieben Stunden und weil die Busse so selten fahren, kommt sie dann immer erst 16:30 Uhr nach Hause (wenn man sich überlegt, dass sie jeden Tag um sieben das Haus verlässt…)
  • ihr Schwimmtraining, das ihr wichtig ist, schafft sie so nicht mehr – wir stehen also in Kontakt mit der Schule, damit sich da etwas für die Fahrschüler aus den Dörfern ändert
  • der Zweitklässler langweilt sich gerade in der Schule: “Mama, wir machen nur das, was wir in der ersten Klasse schon hatten!” – die Fibel ist für ihn out, er hat in den Ferien den “Zauberer von Oz” und den “Satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch” gelesen
  • mit Schuljahresbeginn ist er ein Thüringer Sängerknabe geworden und begeistert uns mit wunderbaren Gesängen
  • unser Vorschulkind hat noch nicht wieder so rechte Lust auf den Kindergarten – er wäre nach den sechs Wochen Ferien wohl gern noch ein paar Wochen daheim geblieben
  • am liebsten strolcht er nachmittags über unseren Hof oder spielt mit einem von uns Fußball
  • das Frühlingsmädchen schnappt sich morgens freudig ihren Rucksack und marschiert schnurstracks in ihre Gruppe
  • sie singt und erzählt pausenlos – eine Freude, ihr zuzuhören
  • ich arbeite nun 33 Stunden und habe die stellvertretende Leitung in “meinem” Kindergarten übernommen – keine ganz leichte Aufgabe, weil es sowohl im Team als auch mit den Eltern einige schwierige “Baustellen” gibt und ich meine Rolle als Bindeglied zwischen Mitarbeitern und Leitung erst noch für mich klären muss – aber man wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben
  • der Mann hat viel am Hof zu tun – er melkt die Ziegen und probiert sich im Käsen, die Bienen müssen in die Winterruhe begleitet und der Garten langsam auf den Winter vorbereitet werden
  • sein “Wieder-freischaffend-Sein” am Schreibtisch fordert auch viel Zeit und Engagement

Wir sind also alle gut “versorgt” und immer noch dabei, unser Familienmobilé neu auszubalancieren – nicht ganz leicht manchmal, aber…alles wird gut :-)

Sonntagsfreude.

Morgen geht für uns alle der Kindergarten-, Schul- und Arbeitsalltag wieder los.

Den letzten Feriensamstag nutzten wir gestern für einen Ausflug zu einem Färber- und Handwerkermarkt, der schon seit vielen Jahren in einem kleinen Dorf ganz in unserer Nähe stattfindet.

Schön war es – die Sonne schien, die Menschen waren offen und freundlich und ließen sich von der kreativen Atmosphäre anstecken. Ein paar wunderschön und liebevoll sanierte Höfe haben wir sehen dürfen und uns inspirieren lassen (Und uns immer mal wieder gefragt, wie es wohl bei uns in zehn Jahren aussieht?) Die Kinder waren begeistert von Steinmetzen, Webern, Korbflechtern und Puppenspielern und legten gern selbst mit Hand an.

Ein rundum schöner Tag und weil es heute schon den ganzen Tag regnet freue ich mich besonders für die engagierten Leute in diesem Dorf, dass das Fest gestern im Sonnenschein stattfinden konnte.

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Freiluftkonzert.

[mehr Sonntagsfreuden gitbt es wie immer bei Maria]

Sonntagsfreude.

Eine unserer brütenden Hennen überrraschte uns am Sonntag mit sechs Küken. Ganz oben auf der Treppe zum Strohboden hatte sie ihr Nest und wir fragten uns schon, ob sie wohl ihre Jungen sicher von dort oben herunterführen könnte.

Sie hat’s geschafft und jetzt ist immer ein vielstimmiges Piepsen vom Misthaufen zu hören :-)

 

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Daheim.

Gestern mit dem Zug zurück aus dem Norden über Berlin.

In Berlin scheint’s (mal wieder) etliche S-Bahn-Baustellen zu geben. Jedenfalls drängten sich ab Spandau immer mehr Menschen in den Regionalexpress. Dementsprechend länger dauerte das Ein- und Aussteigen an den Stationen – und mein “Umsteigezeitfenster” am Hauptbahnhof schrumpfte von elf auf sechs Minuten…

Im Laufschritt von Gleis 12 zu Gleis 2 – und dort, am schon wartenden ICE, die Jungs vom Patenonkel in Empfang genommen. Feste Umarmungen, Einsteigen, Türen zu, kräftiges Winken und dann zwei Stunden ununterbrochene Begeisterungsberichte von zwei kleinen Landeiern in der Großstadt ;-)

Umsteigen in eine kleine Regionalbahn und eine halbe Stunde später erspähen wir den Papa (bzw. Liebsten) und die kleine Schwester (bzw. Tochter) auf dem Bahnsteig. Türen auf und die Jungs rennen in Papas Arme. Das Frühlingsmädchen schaut mich etwas verdutzt an, ruft dann laut “Mama!” und stürzt lachend in meine Arme.

Wieder zu Hause.

 

Urlaub, Tag 4 und 5.

Gestern mit den beiden Jungs Richtung Norden gefahren. In B die Jungs dem Patenonkel “überreicht” und dann ganz allein weitergefahren. Drei Tage besuche ich meine Mutter. Zum ersten Mal seit langer, langer Zeit bin ich so lange ohne die Kinder. Während der Fahrt immer mal wieder ein suchender Blick hinter mich, ob auch alle Kinder da sind… ;-)

Ich genieße den Luxus, ein Buch aus der Hand zu legen, weil ich keine Lust mehr zum Lesen habe und nicht, weil eins der Kinder keine Lust mehr hat, mir beim Lesen zuzuschauen. Und so richtig dekadent wird’s, wenn ich mich mit meinem Buch in ein Café setze, mir Torte und Milchkaffee bestelle und einfach zwei Stunden lang “abtauche”.

Hach, so schön!

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