Der Mann ist für eine Nacht auf der Durchreise hier. Morgen muss er wieder weg, in die entgegengesetzte Richtung, diesmal aber nur drei Tage.

Und auch wenn wir gerade in verschiedenen Zimmern sitzen, spüre ich doch seine Präsenz und freue mich.

Die letzten Tage allein mit den Kindern waren gut. Geerdet irgendwie. Trotz aller Wirrnisse und Unsicherheiten, die sich meiner vor allem nachts bemächtigen (seit einer Woche kaum mehr als vier Stunden Schlaf pro Nacht sieht man mir langsam an). Ich bin mehr bei den Kindern als sonst – zugewandter, offener, geduldiger. Es ist schon komisch, dass man trotz stürmischer See so ruhig auf seinem Schiff sein kann. Hin und her geworfen zwar, aber doch geborgen. Ich spüre, dass wir wachsen dieser Tage. Der Mann. Ich. Wir miteinander, aneinander. Als Paar und als Familie.

Das ist gut.