Die ganze Familie sitzt beim Abendbrot. Alle schwatzen miteinander, es ist laut und lustig am Tisch.
Plötzlich flüstert der kleine Bruder neben mir kleinlaut: “Ich hab’ einen Melonenkern in der Nase!”
Auf den ersten Blick ist nichts zu sehen – das Ding muss also schon tief sitzen. Auf den Rat des Mannes, mal richtig durch die Nase zu pusten, zieht der kleine Bruder die Nase hoch – falsche Richtung also…
Jetzt werde ich unruhig, was in solchen Situationen eher kontraproduktiv ist. Aber weil der Mann das gut ausgleicht mit Ruhe und Besonnenheit, fange auch ich mich schnell wieder und wir überlegen, was zu tun ist. Wir leuchten mit einer Taschenlampe in die Nase und sehen den Übeltäter. Nicht weit drin, aber ohne Hilfsmittel nicht herauszukriegen.
Also wird der kleine Bruder auf’s Sofa gelegt, ich halte die Taschenlampe und die Nase auf und der Mann versucht mit einer Pinzette, gaaaanz vorsichtig den Kern zu erwischen. Was nicht einfach ist, denn Melonenkerne sind glitschig
Irgendwann haben wir es geschafft, der kleine Bruder war die ganze Zeit ganz still und schaut uns jetzt mit großen, erschrockenen Augen an.
Und ich trommele alle Kinder noch mal für eine Belehrung zusammen, NICHTS in irgendwelche Körperöffnungen zu stecken.
Habt Ihr doch super hingekriegt. Glückwunsch. Und wie tapfer der kleine Bruder war. Spitze. Ich erinnere mich an mein “Erbsenereignis” mit etwa 5 Jahren. Ich habe mir eine getrocknete Erbse in die Nase gesteckt, die freiwillig nicht wieder rauskommen wollte, sodass meine Großmutter mit mir sofort zum Hausarzt gedüst ist. Der nahm dann auch eine Pinzette. Alles Liebe von mir zu Dir/Euch und bald ein schönes Wochenende – Gruss Elke
Was man als Eltern so alles lernt, was?! Diagnosen, OP-Besteck suchen, auf der Couch operieren… und dabei noch den Patienten beruhigen und vielleicht noch die restlichen Familienmitglieder in Schach halten.
Ächt jetzt mal, ich weiß nicht, was Du hast, wenn Du über Deine Fähigkeiten und Qualifikationen denkst?!